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Das Seniorenstudium und seine Hintergründe

Wenn sich SeniorenstudentenInnen Aufgaben stellen, die nicht nur die eigene Person betreffen – sich also für notwendige gesellschaftspolitische Veränderungen engagieren –, so haben sie für die Zukunft Pionierfunktion. In der Gegenwart können sie als MultiplikatorInnen wirken, indem sie neue Lebensstile entwickeln, die zeigen, dass alte Menschen Verantwortung für das eigene Altern und für gesellschaftliche Prozesse übernehmen.

Wissenschaftsministerin Dr. Herta Firnberg führte 1979 weitblickend das sogenannte „Seniorenstudium“ an den österreichischen Universitäten ein. Demnach sollten Frauen und Männer 15 Jahre vor ihrer Pensionierung die Möglichkeit haben auch ohne Reifeprüfung als außerordentliche HörerInnen nach Interesse und Neigung Vorlesungen zu besuchen. Diese Einführung entspricht zudem dem allgemeinen Bildungsauftrag der Universitäten. Ein ordentliches Studium kann laut Universitätsgesetz von jedermann/frau, der/die eine Reifeprüfung vorweisen kann und das 18. Lebensjahr vollendet hat, beginnen und auch beenden.

Der Erwerb der Hochschulreife auch für ältere Studierende über eine Studienberechtigungsprüfung stellt international ein Novum dar. Diese Prüfung erfordert eine spezielle Beratungstätigkeit, die weit über eine allgemeine Beratung hinausgeht und nicht nur SeniorInnen zugute kommt.

Es wurde von der Rektorenkonferenz u.a. festgehalten, dass an jedem Hochschulort eine gesonderte Beratungsstelle einzurichten sei. 1986 wurde von der ÖH UNI Graz eine Servicestelle nämlich das Seniorenreferat für ältere Studierende eingerichtet. 1996 wurde dieses mit einem einstimmigen Beschluss in das „Referat für Generationen – Beratung älterer Studierender – Wohnen für Hilfe“ umbenannt. Die Mandatare konnten überzeugt werden, dass es wenig zielführend ist, Gruppenegoismen zu fördern und es mehr Sinn macht, eine Solidarität zwischen den Generationen zu stärken.